Da die Bretagne
nun als Provinz angesehen wurde, welche in den Zuständigkeitsbereich Frankreichs
fiel, durften diese auch eine eigene Städteversammlung bilden.
In den folgenden
Jahren hatte die Bretagne ihre Blütezeit, was vor allem an den Küstenstädten zu
Wohlstand und Zufriedenheit führte. Doch im Hinterland blieben die Menschen
weiterhin arm und mussten sich damit abfinden, wohl niemals zu den Günstlingen zu
gehören.
Die Neuzeit, die geprägt war von technischen Neuerungen und der
Weiterentwicklung der Sprache, setzte zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein. Vor der
französischen Revolution wurde von Fremdherrschern immer darauf geachtet, dass den
Bretonen ihre eigene Sprache und Kultur blieb. Doch die neuen Herrscher
verboten nun die Ausübung der selbigen. Sie gingen sogar so weit, die
Religionsausübung im katholischen Bereich zu verbieten. Viele Gruppen aus der
Bevölkerung erhielten ihre Sprache aber dennoch und trugen einen, wenn meistens auch
stillen, Kampf gegen die neuen Herrscher aus. Anfang des 19. Jahrhunderts war
man wieder mehr darauf bedacht, die Unabhängigkeit der Bretagne hervor zu heben und
förderte deswegen die Entstehung der Zeitung „Breiz Dishual“, sowie die Gründung der
„Union Régionaliste Bretonne“ und der „Fédération Régionaliste de Bretagne“.