Die Sprache der Bretonen war früher eine besonders bedeutende Art, seiner Kultur Ausdruck zu verleihen.
Doch mit der Zeit wurde Bretonisch
immer weniger gesprochen und die kulturelle Sprache musste Platz für moderne und
bekanntere Sprachen machen. Welche Ausmaße das Verbot der bretonischen Sprache
annahm, wird im Schulsystem des 19. Jahrhunderts deutlich. Zu dieser Zeit war es
Schülern strengstens verboten, bretonisch zu sprechen. Bei Zuwiderhandlungen folgten
demütigende Strafen.
Heute ist die bretonische Sprache in der Bretagne und in Weiten Teilen Frankreichs zwar wieder erlaubt, dennoch findet keine
Förderung dieses Kulturgutes statt. Im Jahre 1967 wurden deswegen Unterschriften
gesammelt, auf denen die Unterzeichneten dafür warben, ein Unterrichtsfach
einzuführen, welches die bretonische Sprache förderte. Als Folge davon
entstand in den siebziger Jahren der eine Diwan-Schule, in der man darauf bedacht
war, den Schülern wieder Bretonisch beizubringen. Dort haben die Schüler auch die
Möglichkeit, dieses Fach im Abitur als Prüfungsfach zu wählen. Dieses Angebot
nehmen in etwa 3.000 Schüler wahr. Außerdem findet zu Beginn des 21. Jahrhunderts
eine enorme Förderung durch diverse Vereine statt. Mittlerweile gibt es sogar
Bücher, welche in Bretonisch geschrieben sind. Die Höhe der Auflagen beträgt hier
ungefähr 1.500 bis 2.000.