Die Entwicklung des Herzogtums Bretagne beginnt bereits um 600 nach
Christus.
Zahlreiche Machtkämpfe zeigen, wie sehr die Bretonen
darauf bedacht waren, ihr einstmaliges Land wieder zu erlangen. Was nach all den
Kriegen entstand, war ein Königreich, in welchem die Bretonen die alleinige
Machthabe hatten. Doch dies sollte nicht lange andauern, wurde das Königreich
doch etwa nach 200 Jahren wieder zerschlagen.
799 war Karl der Große der Anlass für
die Aufgabe der Macht auf Seiten der Bretonen. Bereits 46 Jahre später musste
eingesehen werden, dass auch dies keine langfristige Lösung war. Denn die Macht
sollte durch den bretonischen Grafen Nominoë wieder in die Hände von Bretonen
gelangen. Nachdem die Schlacht von Ballon zu Gunsten der Bretoner gewonnen war,
entstand ein unabhängiges Königreich, welches der Graf selbst regierte. Zudem war es
vom Papst als rechtswürdig und anerkannt abgesegnet. Bis ins 15. Jahrhunderte
lang wurde die Bretagne als Herzogtum Bretagne anerkannt, welches immer mehr Gebiete
in ihren Zuständigkeitsbereich aufnahm.