Morbihan beherbergt rund
644.000 Einwohner und gilt auch bei den Touristen als beliebtes Reiseziel. Seinen
Namen bekam das Département durch das kleine Meer, welches sich an Morbihan anreiht.
Die große Kulturellität von Morbihan wird dadurch deutlich, dass das Département
bereits seit 1969 eine Partnerschaft mit dem Rhein-Erft-Kreis in Deutschland
hat.
Wer sich eine Unterkunft in Morbihan nimmt, hat vielfältige
Ausflugsmöglichkeiten und kann so in etwa Carnac besuchen. Der 4.400 Einwohner große
Ort beherbergt die berühmten Steinreihen. Weit über die Grenzen des Landes bekannt
ist Carnac wegen seiner mehr als 3.000 Menhire und Steinreihen. Jährliche kommen
Tausende Besucher nach Carnac, um diesen mystischen Ort zu besuchen. Ebenso
bekannt für große und schöne Menhire ist die kleine Stadt Locmariaquer. Zwar wohnen
in Locmariaquer nur 1.400 Menschen, doch das Bild der Stadt ist atemberaubend. Einer
der größten Menhire befindet sich nämlich mitten im Ortskern und beeindruckt durch
sein Gewicht von 350 Tonnen jeden Besucher. Tourismuszentralen empfehlen
Urlaubern, unbedingt auch die Insel Gavrinis zu besuchen. Diese liegt im Golf von
Morbihan und bildet damit ein wunderschönes Bild in der Bretagne. Und auch hier
findet man noch Spuren der Kelten. In ganz Europa ist dieser Ort als einer der
bedeutendsten bekannt, da er Megalithmonumente beherbergt. Sehenswert ist hier
außerdem das Hügelgrab. Die Wichtigkeit des Tourismus wird hier insbesondere im Sommer deutlich. Zu dieser Jahreszeit fahren nämlich
viele Boote von Larmor-Baden aus auf die Insel und geben Touristen so die
Möglichkeit, über die Insel zu wandern. Religiöser Anlaufpunkt bei Touristen
ist im Département Morbihan der Kalvarienberg. Hierbei handelt es sich um eine
Nachbildung der Hinrichtungsstätte von Jesus Christus, welche vor den Toren
Jerusalems stattfand. In Tronoĕn findet man den bedeutendsten aller Kalvarienberge
der ganzen Bretagne. Bei einer Besichtigungstour nicht vergessen sollte man schließlich auch
den Tumulus St. Michel, der den größten Grabhügel in ganz Europa darstellt. Er weist
eine Breite von 60 und eine Länge von 125 Metern auf. Direkt auf diesem Hügel
befindet sich eine Kapelle, welche aus dem 17. Jahrhundert noch erhalten ist. Wegen
der Besonderheit dieses Ortes findet jedes Jahr nur an einem einzigen Tag eine Messe
statt.
In der Bretagne gewesen zu sein, ohne das Château de Josselin
besucht zu haben, würde wohl als Sünde gelten. Denn auf der ganzen Welt ist Josselin
deswegen bekannt und wird als Ausflugsziel überaus geschätzt. Gebaut wurde die
Burg bereits im Jahre 1.000, weswegen sie eine der ältesten Bauwerke der Bretagne
darstellt. Im Laufe der Jahre hatte die Burg jedoch ganz schön zu leiden, bevor
sie um 1370 durch den Herrscher Olivier V. de Clisson wieder aufgebaut wurde.
Hochachtung haben die Besucher dieser Burg vor allem dann, wenn sie hören, dass
dieser Gebäudekomplex zu Zeiten der Französischen Revolution als Gefängnis genutzt
wurde. Nach einer Restauration dient die Burg im Département Morbihan heute vor
allem als Wohnort des Präsidenten der Bretagne. Da dieser aber seit 2004 nicht mehr
dort weilt, haben Besucher die Möglichkeit, einige Räume zu besichtigen, in denen
sich Errungenschaften aus vergangenen Zeiten vorfinden lassen.